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christoph reiserer geboren 1966 in wasserburg am inn, studierte musikwissenschaft, musikpädagogik und philosophie in münchen und berlin. als saxofonist und komponist befasst er sich insbesondere mit neuen spieltechniken und im allgemeinen mit allem, was den entstehungsprozess von musik an sich betrifft. sein besonderes interesse gilt der improvisation und dem musikalischen theater.
1996 erhielt er ein musikstipendium der landeshauptstadt münchen und 1997 einen zweiten preis beim leipziger improvisationswettbewerb. im selben jahr wurde er zum nachwuchsforum für musikologen der gesellschaft für neue musik und des ensemble modern eingeladen.
seit 1998 entstanden verschiedene szenische projekte wie heiss (1998 im kulturzentrum gasteig), up & down (2001 im deutschen museum münchen) und so far (2003 am cca in glasgow). einen schwerpunkt seiner arbeit bildet die frei improvisierte musik. 1998 spielte er die solo-cd "impositions" ein. als musiker wirkte er mit in theaterprojekten von cornelie müller, alexeij sagerer, christl wein und alexander strauch. er ist mitglied der ensembles piano possibile, rich in knuckles, immernochnie, dem le fourohr saxofonquartett und ständiger gast des glasgow improvisers orchestra. darüberhinaus hatte er auftritte mit dem symphonieorchester des bayerischen rundfunks, dem münchner kammerorchester und dem xemble münchen. als solist interpretierte er werke von olivier messiaen und hanspeter kyburz zusammen mit dem münchner rundfunkorchester und dem ensemble piano possibile. seine kompositionen wurden unter anderem auf den festivals adevantgarde und klangaktionen gespielt. ausserdem komponiert und improvisiert er bei musik zum anfassen mit kindern an münchner schulen. seit 2001 entstanden experimentelle videoarbeiten in zusammenarbeit mit martina bieräugel, heike döscher und tamiko thiel. 2003 verbrachte er einige monate als artist in residence am center for contemporary arts in glasgow/schottland. 2005 entstand seine erste klanginstallation "tisch" für die seidlvilla in münchen die komposition "e-motion 2" in der neben vier streichinstrumenten ein sensorgesteuertes playerpiano zum einsatz kommt. 2006 entwickelte er im rahmen der ortstermine 2006 das projekt u-musik. eine maschine erzeugt dabei aus klassischer hintergrundmusik in u-bahnhöfen die noten für ein instrumentalquartett, welches diese unmittelbar interpretiert. das publikum hat dabei die möglichkeit über sensoren einfluss auf das notenmaterial zu nehmen. |